Das K.A.F.F. im Frühjahr

Liebe Freiraum-Vermissende,

die Zeit schreitet voran und wir warten geduldig darauf, unsere Tore öffnen zu dürfen. In der Zwischenzeit wächst nebenan das Container-Terminal, auf das wir vom Garten aus eine gute Sicht haben. Zu dessen Sicherheit hat unser schöner Zaun zu den Gleisen hin einen großen Bruder bekommen, an dessen Anblick wir uns noch etwas gewöhnen müssen.

Jetzt, wo der Frühling in vollem Gange ist, verausgaben wir uns wieder in den Beeten und Grünflächen rund ums K.A.F.F.

In einem Schweißworkshop im vergangenen Herbst ist aus alten Fahrradrahmen ein Tor zum Garten geworden, und auch in der Werkstatt wird weiterhin gesägt (jetzt sogar neu mit einer Bandsäge), geschliffen und gefeilt. Ergebnisse findet ihr z.B. hier: https://werkstattfueralle.wordpress.com/

Bereits 2019 haben wir mit vereinten Kräften den Grünflächenabschnitt an der Römeresch-Straße mit der bienen- und insektenfreundlichen Osnabrücker Mischung bepflanzt (https://www.hasepost.de/k-a-f-f-kulturverein-petersburg-e-v-legt-wildblumenwiese-osnabrueck-hafen-bienen-120647/).

Als jetzt vor einigen Wochen die Mauer und der Zaun entlang der Kastanien entfernt wurden, hat der Eingangsbereich des Hafen-Quartiers eine kleine Umgestaltung erfahren, bei der auch unsere Wildblumenaussaat unter die Räder gekommen ist. Wir wären aber natürlich nicht das K.A.F.F., wenn wir uns von so einem Malheur unterkriegen lassen würden. Nach kurzer Irritation sind wir zur Tat geschritten und haben auf der nun eingeebneten Fläche erneut die Osnabrücker Mischung angesät.

Um auch der Natur inmitten des ja doch etwas betonlastigen Hafen-Quartiers einen Freiraum zu bieten, hat die Gartengruppe verschiedene Sträucher angepflanzt. Die Kartoffel- und Hundsrosen, Felsenbirne, Bauernjasmin und Indigostrauch werden nicht nur eine Bienen- und Insekten-, sondern auch über kurz oder lang eine Augenweide!

Und auch der hintere Teil des Gartens wird trotz – nein, wahrscheinlich gerade wegen desStillstands genutzt. Eine Amsel zieht hier in Ruhe ihre Jungen groß (Wer erkennt, wie viele es sind?).

Den schmerzlich vermissten kulturellen Aspekt zum Zugucken, bietet „Ingos Vogelkino“:

Im Zimmer Hafenblick gedeiht gerade das Kunstprojekt CovidArt2020 der Künstlerin Monel. Es ist ein Freiraum für künstlerische Ausdrucksformen jeder Form rund um Covid-19: https://kaff-os.de/kunstprojekt/

Derzeit trifft sich das Plenum ausschließlich digital, um Pläne für das Jahr 2021 zu schmieden.
Bereits zum zweiten Mal hat nun auch der digitale Hafenschnack stattgefunden. Der Besuch „alter Gesichter“ und neuer Interessierter hat uns sehr gefreut! Schau doch auch mal vorbei! Der nächste Schnack findet am 17.05. um 20 Uhr statt, und zwar hier: https://meet.osna.social/kaff-hafenschnack

Habt’s gemütlich, genießt das Wetter und hoffentlich bis bald!

Eure Menschen vom K.A.F.F.